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Cup: Erste Hürde Saalfelden meistern


Die Vorbereitung ist zu Ende, in fünf Wochen absolvierten unsere Burschen etliche Trainingseinheiten sowie sieben Testspiele gegen nationale sowie internationale Gegner und starten am kommenden Samstag mit dem Cupspiel in Saalfelden in das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Trainer Gerald Baumgartner nahm sich die Zeit, die zurückliegenden Wochen zu analysieren und einen Ausblick auf den anstehenden Saisonstart zu geben.


Gerald Baumgartner, fünf Wochen Vorbereitung liegen hinter dem SV BauWelt Koch Mattersburg, wie zufrieden kann der Chefcoach auf die zahlreichen Einheiten zurückblicken?

„Wir sind voll im Plan und gut auf Kurs, der Umfang bzw. die Intensität war schon ziemlich hoch und das haben wir in den letzten Tagen soweit reduziert, dass wir nun, wenn es in die Meisterschaft geht, mit der nötigen Spritzigkeit ans Werk gehen können. Es gilt aber nicht nur im körperlichen Bereich frisch zu sein, auch der Kopf spielt eine gewichtige Rolle und auch da wollen wir stark sein, um die anstehenden Aufgaben bestmöglich zu absolvieren.“

In der Sommerpause gab es im Profikader einige personelle Veränderungen, wie sehr hat sich diese eingespielte Mannschaft aus der sehr erfolgreichen Frühjahrssaison verändert bzw. woran muss noch gearbeitet werden?

„Manchmal sieht man schon, dass noch nicht alles so funktioniert, wie wir uns das vielleicht wünschen und auch schon in der Frühjahrssaison umgesetzt hatten, doch das ist in dieser Phase mit einigen personellen Veränderungen nun einmal so. Im Frühjahr war der Großteil der Mannschaft schon lange zusammen und daher eingespielt, jetzt müssen wir die Parameter, wie etwa gemeinsam gegen den Ball zu arbeiten, Spielaufbau und auch Angriffsmuster, wieder in die Mannschaft hineinbringen.

Da sind wir aber gut auf Schiene und ich bin felsenfest davon überzeugt, je länger wir zusammen arbeiten, desto besser wird das funktionieren. Wir hoffen natürlich, dass dies so rasch als möglich passiert, denn die Meisterschaft steht vor der Tür, da gibt es jetzt nur mehr wenig Zeit, um Abläufe und Muster einzuüben, diese sollten vielmehr schon verinnerlicht sein. Aber wie schon gesagt, wir sind hier auf einem sehr guten Weg und werden gut in die Meisterschaft starten.“

Neue Gesichter sorgen oftmals für frischen Schwung und kurbeln den Konkurrenzkampf an, ist aus Sicht des Trainer dadurch neues, positives Feuer entflammt?

„Natürlich, wenn du viele neue Gesichter im Team hast, dann kommt neuer Schwung bzw. Motivation in die Mannschaft. Die Karten werden neu gemischt, denn es kristallisiert sich immer wieder eine neue Führungsspieler-Schicht heraus, auch auf den einzelnen Positionen werden die Konkurrenzkämpfe intensiver, das ist immer ein gutes Zeichen. Wir konnten viele junge Spieler für uns gewinnen, die qualitativ großes Potenzial haben.

Jetzt müssen wir das Ganze zu einer Einheit formen, das heißt, dass sich die neuen Leute, vor allem mit Hilfe der arrivierten Spieler, schnellstmöglich integrieren. Vom Charakter her sind unsere Spieler da top und in diesem Punkt gibt es für mich wenig Sorgen. Jeder Erfolg gibt dir zusätzliches Selbstvertrauen und so werden wir es auch in der neuen Saison anlegen, wir werden voll motiviert und mit vollem Elan an die Sache herangehen.“

In den Testspielen ging es immer wieder auf und ab, wie aufschlussreich waren diese insgesamt sieben Spiele?

„Man kann nicht erwarten, dass man jedes Spiel gewinnt. Wir hatten in der gesamten Vorbereitungsphase einen sehr großen Trainingsumfang und konnten in einigen Spielen etliche Dinge aufgrund der daraus resultierenden Müdigkeit nicht so umsetzen, wie wir es vielleicht vorhatten. Aber ich denke, wenn die Jungs dann topfit und auch mit der nötigen Spritzigkeit in die Pflichtspiele gehen können, dann werden wir sicherlich vor dem Tor erfolgreicher sein bzw. den ein oder anderen individuelle Fehler vermeiden.

Daran arbeiten wir jeden Tag, aber das ist ein ganz normaler Prozess und deshalb kann ich mit der gesamten Vorbereitung inklusive der Testspiele sehr zufrieden sein, denn wie wir zeitweise aufgetreten sind, war schon recht ansehnlich. Aber wir sind noch lange nicht dort, wo wir sein wollen und werden Woche für Woche weiter daran arbeiten.“

Was kann man aus dem guten Frühjahr in die kommende Saison mitnehmen?

„Man kann viel aus dem vergangenen Frühjahr mitnehmen, allen voran sicherlich die Euphorie. Vor allem aber die Tatsache, wenn man mit einem tollen Teamgeist an die Sache heran geht und diesen auch lebt, wie wir es in den vergangenen Monaten auch taten, wenn man sich auf jedes einzelne Spiel bestmöglich fokussiert, dann hat man auch das Selbstvertrauen jedes Spiel gewinnen zu können. Wir haben ein überragendes Frühjahr gespielt und wollen jetzt natürlich das Positive aus der ganzen Situation, nämlich den Schwung, den wir uns im Jänner geholt hatten, mit in die neue Saison nehmen.“ Nun steht mit der ersten Cuprunde auch gleichzeitig das erste Pflichtspiel auf dem Programm, mit welchen Erwartungen bzw. Zielen geht man ins Spiel?

„Der Cup ist immer sehr gefährlich, wenn du nicht eine 100%-ige Einstellung mitbringst, dann kannst du ein böses Erwachen erleben. Deshalb bereiten wir uns bestmöglich vor und wollen die Mannschaft auch vom Kopf her so einstellen, dass wir die Aufgabe entsprechend motiviert und ernsthaft in Angriff nehmen. Jeder Spieler brennt schon auf dieses Spiel, weil es nun endlich wieder losgeht.

Im Cup zählt eben nur das Weiterkommen, egal wie. Aber das gefährliche im Fußball ist, dass in 90 oder mehr Minuten, sprich in einem Spiel, wie wir alle wissen eben alles passieren kann. Deswegen wollen wir uns sehr gut auf dieses Spiel vorbereiten, mit dementsprechender Professionalität auftreten und wollen logischerweise eine Runde weiterkommen.“

Im Gegensatz zur Meisterschaft bedeutet jede Niederlage in diesem Bewerb das Aus, heißt das im Umkehrschluss noch fokussierter ans Werk zu gehen?

„Es gibt im Cup eben gewisse Parameter, die du einfach nicht im Griff hast gegen vermeintlich schwächere Gegner, die ein, zwei oder sogar mehr Klassen unter dir spielen. Das beinhaltet eben zum Beispiel die Platzverhältnisse, du hast oftmals auch eine lange Anreise, wie etwa jetzt bei uns, außerdem triffst du auf einen Gegner, der 200%-ig motiviert auftreten wird, was ganz normal ist, wenn eine Regionalliga-Mannschaft auf ein Team aus der Bundesliga trifft.

Es ist daher nicht immer so einfach, doch wir können selbst entscheiden, wie wir in das Spiel hineingehen. Ich erwarte mir daher von meiner Mannschaft, dass sie 100%-ig fokussiert in das Match gehen wird und jeder Einzelne alles dafür gibt, dass wir eine Runde weiterkommen.“

Aufgrund der Ausgangslage und mit den unterschiedlichen Spielklassen geht unsere Mannschaft als Bundesligist in der Favoritenrolle in dieses Duell, erzeugt das zusätzlichen Druck?

„Es geht wieder neu los, keiner weiß so wirklich, wo er steht. Testspiele sind eine eigene Sache, wo du vorher, sogar noch am selben Tag, intensive Einheiten absolvierst, die Pflichtspielphase ist da schon etwas anderes, da hast du einen ganz anderen Zugang. Wir fahren aber auf jeden Fall dorthin, um unsere Qualität auf den Platz zu bringen. Dazu müssen wir in erster Linie läuferisch sowie spielerisch überzeugen, aber auch von der Mentalität her 100%-ig die nötige Einstellung mitbringen, so werden wir es angehen und am Ende sehen, ob es für den Aufstieg gereicht hat.“

DANKE für das Interview!




FC Pinzgau Saalfelden - SV BauWelt Koch Mattersburg
1. Runde des UNIQA-Cups
Samstag, 15. Juli 2017, 17.00 Uhr - Sportplatz Saalfelden - Bürgerau


Stadionadresse:
Sportplatz Saalfelden - Bürgerau
Lichtenbergstraße 11
5760 Saalfelden


(13.07.2017)zurück >