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Nächste Chance für den SVM


Offensiv nicht wie gewohnt

Der erste Matchball wurde noch nicht verwertet, denn am vergangenen Samstag hätte der SV BauWelt Koch Mattersburg mit einem Sieg in St. Pölten den Klassenerhalt fixieren können, doch daraus wurde nichts. Trotz der Parole von Trainer Gerald Baumgartner, das Spiel nicht zu verlieren, gab es trotzdem eine knappe 0:1-Niederlage in der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

„Es ist schon sehr enttäuschend, wenn ein kampfbetontes Spiel letztlich durch eine Standardsituation entschieden wird“, zeigte sich der SVM-Coach sichtlich verstimmt, trotzdem wollte er seiner Mannschaft nicht vor den Pranger stellen. „Wir sind hinten eigentlich gut gestanden, ließen kaum Möglichkeiten zu, doch in der Offensive konnten wir uns nicht so in Szene setzen, wie wir das in den vorherigen Partien gewohnt waren.“

Abwartende Mannschaften

„Es war eine komische Begegnung“, sah es Schlussmann Markus Kuster aus seiner Position, denn „beide Mannschaften hatten keine zwingenden Möglichkeiten, was vielleicht auch daran lag, dass es eine wichtige Partie für jedes der beiden Teams war und keiner einen Fehler machen wollte. Da ist es dann sogar typisch, dass solch ein Duell durch eine Standardsituation entschieden wird, denn eigentlich war es eine klassische 0:0-Partie.“

Seiner Ansicht nach hatten die Hausherren die besseren Möglichkeiten, was auch nicht unbedingt falsch ist, denn Manuel Hartl vergab die wohl größte Möglichkeit zur Führung, war allerdings wohl ziemlich überrascht, dass die Kugel zu ihm kam. Auch ein Petrovic-Lattenkopfball hätte gut und gerne nicht von der Querlatte ins Feld springen, sondern im Tor landen können.

Aus Überlegenheit kein Kapital

Dass es zur Pause aber noch 0:0 stand, lag eigentlich vielmehr am SVM, denn unsere Mannschaft dominierte über weite Strecken der ersten Spielhälfte das Spielgeschehen, ohne jedoch wirklich zwingend zu werden. „Wir haben es ganz klar verabsäumt in der ersten Spielhälfte aus unserer Überlegenheit Kapital zu schlagen“, brachte es Kapitän Patrick Farkas auf den Punkt.

Der Oberdorfer im SVM-Dress hatte dabei auch selbst eine große Möglichkeit auf eine etwaige Führung unserer Mannschaft, doch nach einem herrlichen Doppelpass inklusive Fersenablage von Alois Höller wollte Farkas noch einmal querlegen, anstatt selbst abzuschließen, schließlich befand er sich bei Ballannahme bereits im Strafraum und hätte durchaus abziehen können.

Falsche Entscheidungen

„Es ergaben sich immer wieder einige Räume in der Offensive und das, obwohl die Hausherren oftmals mit acht Mann vor dem eigenen Strafraum dicht machen wollten. Dann erarbeiteten wir uns diese Räume eben geschickt, doch dann trafen wir immer wieder falsche Entscheidungen“, analysierte Gerald Baumgartner, der jedoch auch die Umstände in Betracht zog.

„Es ist nicht einfach, das Richtige zu machen. Du hast nur einen kurzen Moment Zeit, um dich in einer Situation zu entscheiden, liegst du allerdings falsch hast du schnell einmal keine Möglichkeiten mehr Chancen zu kreieren und somit Tore zu erzielen“, ergänzte der SVM-Coach. Dabei gab es durchaus gute Möglichkeiten für unsere Mannschaft, etwa durch einen Röcher-Rutscher bzw. eine Atanga-Balleroberung, aber eben nichts wirklich Zwingendes.

Entschlossenheit vermissen lassen

„Dann ist es aber gerade umso enttäuschender, dass eine Kopfball nach einem Freistoss die Entscheidung zu Gunsten der St. Pöltener machte“, gab Baumgartner offen zu, sein Kapitän ging dabei noch ein wenig mehr ins Detail. „Wir waren an diesem Tag einfach nicht griffig genug, ließen uns von den Niederösterreichern vielleicht zu sehr einschläfern und waren nach der Pause viel zu passiv, da konnte man schon den Eindruck gewinnen, dass wir mit dem 0:0 zufrieden gewesen wären.“

Dem war aber nicht so, wie Markus Kuster schilderte, denn „wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, doch so ein Auftritt darf uns einfach nicht mehr passieren, da fehlte oftmals die Entschlossenheit.“ Für Trainer Gerald Baumgartner gibt es aber nur eine Devise, nämlich „nach vorne zu blicken und sich voll auf die nächste Aufgabe zu fokussieren.“

Heimbilanz verteidigen

Die heißt am kommenden Samstag (18.30 Uhr) Cashpoint SCR Altach, denn die Vorarlberger gastieren bei uns im Pappelstadion, wo der SVM im Frühjahr eine sehenswerte Bilanz vorweisen kann. Mit Ausnahme des Austria-Spiels konnten nämlich sämtliche Heimpartien, deren fünf an der Zahl, gewonnen werden, wo es auch Siege unter anderem gegen Titelverteidiger und Neo-Meister FC Red Bull Salzburg gab.

Da heißt es wieder Vollgas zu geben, alles aus sich herauszuholen und das Ziel, nämlich drei Punkte zu erobern, nicht aus den Augen zu verlieren, schließlich soll der Klassenerhalt so rasch als möglich fixiert werden. „Dazu benötigt es vermutlich nur mehr drei Punkte und die wollen wir auch machen, am besten gleich jetzt im Heimspiel gegen Altach“, wünscht sich der SVM-Coach einen Dreier vor heimischem Publikum.

Unbedingte Siegeswille gefehlt

Dazu benötigt es aber eine Top-Leistung, wo auch die Einstellung einen enormen Stellenwert einnimmt. „Der absolute Wille, ein Spiel für sich zu entscheiden, ist die Grundlage im Abstiegskampf und der hat uns vermutlich in St. Pölten ein wenig gefehlt“, liegt für Markus Kuster darin einer der Hauptgründe, warum es nicht schon dort klappen sollte. Seiner Meinung nach heißt es nun einen wichtigen Schritt, wenn nicht sogar den entscheidenden, dahin zu machen.

„Wenn wir das auch schaffen, können wir extrem stolz auf uns und unsere Leistungen im Frühjahr sein, denn schon vor der Saison wurden wir als Abstiegskandidat gehandelt und nach dem enttäuschenden Herbstes war es ohnehin klar, dass wir vom Tabellenende nicht mehr wegkommen werden“, erinnerte sich Kuster zurück und möchte dieses Kapitel so schnell, wie nur möglich, schließen.

“Alle werden sich voll reinhauen“

Kollege und Kapitän Patrick Farkas geht da noch einen Schritt weiter. „Wir haben bisher ein sehr gutes Frühjahr gespielt und wollen es auch so abschließen, denn nur der Meister hatte bisher mehr Punkte als wir gesammelt und dies soll auch am Ende der Saison so sein“, wünscht sich der Oberdorfer einen tollen Saisonabschluss. In den restlichen drei Partien warten noch ganze zwei zuhause und dort ist der SVM bekanntlich eine Macht, das soll auch so bleiben.

„Es wird sicherlich kein Selbstläufer werden, doch nach der Analyse des St. Pölten-Spiels, wo wir einiges ansprachen, was angesprochen werden musste, bin ich davon überzeugt, dass alle sich voll reinhauen werden und wir uns bestmöglich auf dieses Heimspiel, wo wir hoffentlich wieder auf eine tolle Unterstützung zählen dürfen, vorbereiten werden. Denn dann sind auf alle Fälle drei Punkte für uns drinnen“, ist Gerald Baumgartner überzeugt.




SV Bauwelt Koch Mattersburg – Cashpoint SCR Altach
34. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 20.05.2017, 18.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Ing. Sebastian Gishamer; Ass: DI Christian Rigler, Ing. Johannes Pummerer 4O: Dieter Muckenhammer

(18.05.2017)zurück >