created by schokobanane.

Den Schwung ins Lavanttal mitnehmen ...


Neue Serie gestartet

Nachdem im Heimspiel gegen die Austria die Serie von vier Heimerfolgen am Stück gerissen war, konnte der SV BauWelt Koch Mattersburg jüngst am vergangenen Samstag eine neue starten. Schließlich war der 2:0-Auswärtserfolg gegen den SK Puntigamer Sturm Graz der bereits zweite in Folge, nimmt man auch noch das vorherige 1:1 in Wien-Hütteldorf dazu ist unsere Mannschaft nun schon seit drei Spielen in der Fremde ungeschlagen, was keine Selbstverständlichkeit ist, schließlich gab es in den sechzehn Auswärtspartien davor ganze vier Remis.

Beim Erfolg in der steirischen Landeshauptstadt zeigte vor allem ein junger Mann erneut eine starke Leistung, der auch zu Recht von den Fans im anschließenden Voting zum Sieger erklärt wurde. David Atanga wirbelte nicht nur mit seinen schnellen Antritten die Hintermannschaft der Steirer durcheinander, sondern schlug auch eiskalt zu. „Der Sieg war extrem wichtig für uns, aber wir haben uns das hart erarbeitet und letztlich auch verdient“, möchte der bescheidene Mann die Leistung des gesamten Teams stets über seine eigene stellen.

Starker Teamgeist

Sein Kollege Michael Novak sieht das ganz ähnlich, denn seiner Ansicht nach es in erster Linie ein Sieg der Einstellung. „Wir haben einfach unser Spiel konsequent durchgezogen, waren vor allem in der Defensive sehr stark. Im Grunde war es ein kompromissloser Auftritt, denn wir agierten einfach, aber effektiv.“ Für ihren Coach war es ein toller Achtungserfolg, denn „Sturm Graz kämpft um den zweiten Tabellenplatz und wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, doch die Mannschaft hat mit einer hervorragenden Leistung ihnen die drei Punkte weggeschnappt.“

„Im Grunde war es auch ein Sieg der Moral“, wie Gerald Baumgartner ergänzte, doch „die haben wir schon in vielen Spielen bewiesen und das ist auch ein starkes Zeichen von unserem extrem starken Teamgeist.“ Dennoch war für den Coach der Spielverlauf wichtig. „Gegen die Austria hatten wir es verabsäumt in unserer Drangphase in Führung zu gehen, nun ist es uns gelungen, obwohl danach nicht alles für uns lief“, ergänzte der erfahrene SVM-Trainer.

Gute Offensivaktionen effektiv genutzt

Kein Wunder, schließlich hätte der SVM eigentlich bereits vor der Pause mit 2:0 führen müssen, denn ein aus Trainersicht regulärer zweiter Atanga-Treffer wurde zu Unrecht aberkannt, was auch der eigentliche Doppel-Torschütze selbst nicht verstehen kann. „Wir haben uns zwar schon beim Laufen leicht berührt, doch als ich ihn (Anm.: Christian Schulz) überholte sucht er den Kontakt, möchte mich stoppen und fällt daraufhin zu Boden. Schade, dass der Schiedsrichter den Treffer nicht anerkannte, doch auch wenn es schwer ist, musst du das im Spiel akzeptieren und abhaken“, blieb keine Zeit um länger darüber nachzudenken.

Beim ersten Treffer hingegen konnte der Ghanaer im SVM-Dress seine Klasse unter Beweis stellen und mit einem satten Schuss in die lange Ecke unser Team in Front bringen. „Wir haben den Ball gewonnen und als dieser zum Major kam dachte ich mir, dass ich in die Spitze laufen muss, denn es war ja niemand vorne. Dann spielt er ihn mir genau auf den linken Fuß und da ich keine Anspielstation hatte zog ich einfach ab und das war auch gut so“, freute es nicht nur den Torschützen.

Defensive Stabilität als Schlüssel

Aufgrund der knappen 1:0-Führung kamen die Hausherren ambitioniert auf das Spielfeld zurück und versuchten gleich von Wiederbeginn den Ausgleich zu erzielen. „Wir hatten die Partie eigentlich gut im Griff, obwohl der Druck von Sturm Graz schon enorm war“, sah es Außenverteidiger Michael Novak positiv, doch nicht alles war nach seinem Geschmack. „Wenn wir uns einen Vorwurf machen können, dann dass wir in dieser Phase für zu wenig Entlastung gesorgt hatten“, ergänzte der Kärntner.

Ein Schlüssel für den letztlich eindrucksvollen Auswärtserfolg war aber sicherlich die defensive Stabilität und das, obwohl Trainer Gerald Baumgartner in der Viererkette gleich drei Veränderungen vornahm und auch musste. „Zum Glück kam mit Nedeljko Malic ein robuster Verteidiger nach seiner Gelbsperre zurück, denn mit Lukas Rath und auch während dem Spiel durch die schwere Verletzung von Alois Höller waren wir ohnehin gezwungen zu reagieren.“

Lernprozess nach Heimpleite

Was man dem Coach auch positiv auffiel, war der Lernprozess nach dem unglücklichen Auftritt gegen die Veilchen. „Da konnten wir vielleicht spielerisch mehr überzeugen, doch gegen Sturm haben wir gesehen, was wir tun müssen, damit hinten die Null steht. Wenn wir gut gegen den Ball arbeiten und noch dazu die nötige Laufarbeit verrichten, dann sind wir nur schwer zu schlagen“, weiß der Salzburger an der Seitenlinie des SVM. „In unserer Situation zählen in erster Linie die Punkte, da soll zunächst eben hinten die Null stehen“, ist Michael Novak überzeugt.

Die Defensivarbeit beschränkt sich nicht nur auf die Hintermannschaft, wenn gleich die laut Gerald Baumgartner ein wenig herauszuheben sind, doch alle im Team sind dabei mitverantwortlich. „Von der Spitze an arbeiten alle gut nach hinten und bei Ballgewinn können wir mit unseren qualitativ starken Offensivkräften auch die nötigen Aktionen nach vorne starten, die bei konsequentem Abschluss auch die wichtigen Tore bringen.“

Luxusproblem für den Coach

Einer dieser Spieler mit hervorragender Qualität in der Offensive ist sicherlich David Atanga, der, wie schon beim Gastspiel im Allianz-Stadion, vom SVM-Trainer erneut hinter der Spitze aufgestellt wurde und sich dort pudelwohl fühlt. „Ich bin dort schwerer zu halten und kann mehr für die Offensive tun, auf der Seite musst du eben mehr nach hinten arbeiten“, erläutert unsere Nummer 29 die Unterschiede.

Sein Trainer hält sich jedenfalls alle Optionen offen. „In diesem Spiel hat das gut gepasst, weil David sehr laufstark ist, aber ich sehe ihn trotzdem als sehr guten Außenbahnspieler, zumal wir mit Michael Perlak auf der Zehnerposition einen weiteren Topmann haben. Da beide sehr wichtig sind haben wir quasi ein Luxusproblem, doch dadurch können wir immer wieder umstellen und das macht uns für die Gegner schon ein wenig unausrechenbarer“, kennt Baumgartner durchaus die Vorzüge.

Leistung wie in Graz gefragt

Das soll auch beim nächsten Auswärtsspiel ebenfalls der Fall sein, schließlich gastiert der SV BauWelt Koch Mattersburg am Samstag (18.30 Uhr) in Kärnten beim RZ Pellets WAC. Die Wolfsberger konnten am vergangenen Spieltag beim Gastspiel in Ried in der Schlussphase mit einem Mann weniger auf dem Platz noch glücklich einen Punkt erobern, rangieren somit um diesen einen Zähler in der Tabelle unmittelbar vor dem SVM.

Für Spannung ist im Lavanttal somit gesorgt, schließlich treffen dort zwei Mannschaften aufeinander, die auf Augenhöhe sind und jeden Punkt gut gebrauchen können. „Wir werden dort sicherlich mehr Ballbesitz als noch in Graz haben, doch es gilt genau die gleiche Devise. Hinten wollen wir die Null stehen haben, denn vorne sind wir immer für zumindest einen Treffer gut und mit solch einer ambitionierten Leistung wie in Graz, können wir durchaus von dort mit drei Punkten heimfahren“, ist sich der Kärntner Michael Novak sicher.

Formkurve zeigt nach oben

Einer, der wieder entscheidend für einen positiven Ausgang sorgen kann, ist sicherlich David Atanga, doch sein erfahrener Coach möchte nicht zu hohe Erwartungen an seinen Schützling stellen. „David hat zwar einen steilen Formanstieg, doch wir dürfen auf keinen Fall außer Acht lassen, dass der Junge erst vor vier Monaten 20 Jahre alt geworden ist. Das heißt, den Ball flach halten, denn er kann sein enormes Potenzial noch nicht so konstant abrufen, wie er vielleicht möchte. Doch das ist ein normaler Entwicklungsprozess, den wir mit ihm gehen wollen und da sind wir voll im Plan.“

Generell befindet sich der SVM nach Ansicht seines Trainers auf einem guten Weg, denn „die Formkurve zeigt steil nach oben. Wir konnten im Frühjahr bisher 19 Punkte erobern, vier von fünf Heimspielen gewinnen und zuletzt auch auswärts zwei Mal als Sieger vom Platz gehen. Die Mannschaft ist in einem Topzustand, doch wir dürfen auf keinen Fall den Fehler machen, dass wir schon durch sind und die Sache erledigt ist. Uns fehlt nicht mehr viel, doch genau dieses Wenige müssen wir der gleichen Konsequenz weiter verfolgen und einen enormen Aufwand betreiben, um unser Ziel, den Klassenerhalt, fixieren zu können.“

Besondere Begegnungen und Ziele

Ein wichtiger Schritt könnte eben nun in Wolfsberg gelingen, doch das Spiel wird nicht leicht werden. „Der WAC hat in den letzten Partien etliche Punkte liegen gelassen und ist daher voll im Abstiegskampf dabei. Deswegen heißt es alles daran setzen, den Matchplan umzusetzen bzw. fokussiert in die Partie zu gehen und das Selbstvertrauen der letzten beiden Auswärtspartien mitzunehmen. Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir das schaffen und uns am Ende über ein positives Resultat freuen können“, weiß Gerald Baumgartner, der sich besonders auf das Wiedersehen mit Heimo Pfeifenberger freut, mit dem er sehr gut zusammen gearbeitet hatte.

Auch die Spieler sind von der eigenen Stärke überzeugt und gehen mit einem guten Gefühl in dieses Spiel der Tabellennachbarn. „Jedes Spiel ist anders, wir müssen schauen, dass wir in die Tiefe spielen und Chancen kreieren. Im Training sah das schon ganz gut aus, jetzt heißt es eben auch am Platz umzusetzen“, ist David Atanga überzeugt. Sein Kollege Michael Novak hat dagegen einen besonderen Anreiz. „Ich als Kärntner habe auf dem Platz schon gewonnen, nur nicht in der Bundesliga und das möchte ich nun gerne mit unserer Mannschaft schaffen.“




RZ Pellets WAC - SV Bauwelt Koch Mattersburg
31. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 29.04.2017, 18.30 Uhr – Lavanttal-Arena, Wolfsberg
Ref: Alexander Harkam; Ass: Gerald Bauernfeind, Mag. Sebastian Gruber 4O: Julian Weinberger

(27.04.2017)zurück >