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Punktejagd geht im Ländle weiter

Francisco Sanchez und Kollegen wollen auch im Ländle Vollgas geben und punkten.

Erster Gedanke goldrichtig

Auch im dritten Heimspiel des Jahres konnte der SV BauWelt Koch Mattersburg seine makellose Bilanz halten, denn nach den beiden Siegen gegen den SK Puntigamer Sturm Graz sowie den RZ Pellets WAC konnte unsere Mannschaft auch beim Duell mit dem Tabellennachbar SKN St. Pölten die Oberhand behalten und sich am Ende über den dritten vollen Erfolg vor heimischem Publikum freuen.

Einen SVM-Spieler freute dieser Sieg vermutlich ganz besonders, denn Flügelspieler Francisco Sanchez erzielte kurz nach seiner Einwechslung den alles entscheidenden Treffer zum 1:0-Heimerfolg. „Mein erster Gedanke war der richtige, ich habe mir die Kugel mitgenommen, war dann in einer guten Schussposition, hab einfach abgezogen und bin froh, dass der Ball in der kurzen Ecke einschlug“, erinnerte sich der Spanier im SVM-Dress gerne daran zurück.

Mannschaftserfolg über dem persönlichen

Für unsere Nummer 26 hat der Treffer persönlich aber keine so große Bedeutung, das Ergebnis sieht er als viel wichtiger an. „Sicher war es ein schönes Gefühl, keine Frage, doch viel wichtiger im Moment sind für uns die drei Punkte. Da ist es dann auch egal, wer die Tore macht, Hauptsache wir können weiterhin unser Punktekonto füllen, denn neun Zähler aus den ersten vier Partien sind schon überragend.“

Sein Trainer gibt ihm da vollkommen Recht, aus seiner Sicht waren die drei Punkte extrem wichtig. „Ein Punkt wäre in unserer Situation vermutlich zu wenig gewesen. Das hängt zum einen mit der Tabelle zusammen, da wären die St. Pöltener noch weiterhin vier Punkte vor uns geblieben, doch die beiden Auswärtspartien gegen den Tabellenzweiten und den Rekordmeister stehen an, da stünden wir noch mehr unter Zugzwang“, erläutert Gerald Baumgartner.

Kompliment an die Mannschaft

Generell war für den SVM-Coach der Auftritt seiner Mannschaft sehr positiv. „Wir haben hinten nicht viel zugelassen, waren von Beginn weg sehr aggressiv unterwegs und konnten phasenweise auch spielerisch sehr wohl überzeugen. Da muss ich meinem Team schon ein Kompliment machen“, gab es vorwiegend lobende Worte für seine Schützlinge von ihrem Trainer, der vor allem den psychischen Aspekt unterstrich.

„Man darf auf keinen Fall den die hohe Beanspruchung für unsere Köpfe nicht außer Acht lassen, denn es war schon ein gewisser Druck vorhanden, der für Mentalität du Selbstvertrauen eine große Herausforderung war. Das Team hat dies aber super gemeistert, da sich alle voll reingehauen haben und auch der Matchplan aufgegangen ist“, schilderte Gerald Baumgartner.

Letzte Konsequenz gefehlt

Dennoch hätten es sich seine Schützlinge auch leichter machen können, schließlich drängten sie die Gäste aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt von Beginn weg tief in deren eigene Spielhälfte hinein, rollten die Angriffe fast überfallsartig auf des Gegners Kasten, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. „Da haben wir uns vermutlich selbst das Leben schwerer als nötig gemacht“, ist sich der Coach sicher.

„Denn in der einen oder anderen Situation hätten wir mit der letzten Konsequenz durch aus einen oder zwei Treffer erzielen können, so aber mussten wir lange zittern, ehe der Siegtreffer fiel“, analysierte der Ex-SKN-Coach, der auch nüchtern feststellte, dass „der SKN zwar eine gute Mannschaft hat, doch obwohl sie alles probierten konnten wir am Ende völlig verdient als Sieger vom Platz gehen.“

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Aber wie schon zuvor erwähnt folgen für den SV BauWelt Koch Mattersburg nun zwei Auswärtspartien und den Anfang macht da am Samstag (18.30 Uhr) das Gastspiel im Ländle beim Cashpoint SCR Altach. Für einen SVM-Spieler wird dies sicherlich kein normales Spiel sein, denn mit Cesar Ortiz kehrt jener Mann dorthin zurück, wo er die letzten zweieinhalb Jahre erfolgreich gespielt hatte und von dort im Winter zu uns ins Burgenland wechselte.

„Es ist sicherlich ein besonders Spiel für mich, denn zum ersten Mal kehre ich dorthin zurück, wo ich lange Zeit aktiv war“, gibt der spanische Defensivspieler kurze Einblicke in seine Gefühlwelt, fügte jedoch einen wichtigen Aspekt hinzu: „Das alles zählt schon nicht mehr, ich fühle mich hier in Mattersburg sehr wohl, bin voll motiviert, aber vor allem brauchen wir Punkte und wollen dort auch etwas holen.“

Das eigene Spiel durchziehen

Dazu bedarf es sicherlich wieder einer ähnlichen Leistung, wie zuletzt in den Heimspielen, doch das soll aus der Sicht des Siegtorschützen von letzter Woche kein all zu großes Hindernis sein. „Ich habe ein gutes Gefühl, wenn wir wieder so kompakt verteidigen und hinten die Null steht, dann sind wir in der Lage dort auch drei Punkte zu holen. Wir müssen dazu einfach unser Spiel durchziehen, denn wir haben die Qualität stets einen Treffer zu erzielen“, ist sich Sanchez sicher.

Mit den Altachern wartet jedoch ein Gegner auf unsere Mannschaft, der wohl schwer einzuschätzen ist. „Sie waren im Herbst neben den Salzburgern jenes Team, das lange Zeit aufzeigte und zu Recht die Tabelle anführte. Nun sind sie immer noch Zweiter, doch im Frühjahr konnten sie sich noch nicht so belohnen, wie sie es sich vermutlich erhofft hatten und genau da liegt unsere Chance“, sieht auch der Coach dem Spiel positiv entgegen.

Alles dem klaren Ziel unterordnen

In der Vorwoche mussten die Vorarlberger jedenfalls eine klare 0:3-Niederlage in Graz hinnehmen. „Da trafen zwei Mannschaften aufeinander, die mit ihrem Start ins Frühjahr nicht zufrieden waren, Sturm noch weniger als die Altacher. Dementsprechend sind die Grazer auch aufgetreten und haben das Match gewonnen, doch Altach hat als Zweiter immer noch andere Sorgen, wie wir etwa, können befreiter aufspielen und sind zuhause enorm stark“, spricht Gerald Baumgartner die Ausgangslage an.

Der möchte aber mit seiner Mannschaft auch auswärts etwas mitnehmen und das so rasch, wie nur möglich. „Wir müssen irgendwann auch auswärts einmal gewinnen, es wäre mir nicht unrecht, wenn wir damit schon diese Woche beginnen. In Salzburg hatten wir noch die Ausrede auswärts gegen das wohl beste Team Österreichs knapp zu unterliegen, doch auch jetzt wird es auf keinen Fall einfacher. Das wichtigste für uns sind Punkte, denn wir wollen unserem klaren Ziel, dem Klassenerhalt, alles unterordnen.“

Nur defensiv kompakt stehen reicht nicht

Auf dieser Mission muss er beim kommenden Match auf drei Leistungsträger verzichten, denn neben dem operierten Stefan Maierhofer muss unser Coach die beiden Gelb gesperrten Lukas Rath sowie Alois Höller ersetzen. „Das ist nicht unbedingt leicht für uns, denn sie spielten zuletzt in Höchstform, doch das gibt auch anderen Kaderspielern die Möglichkeit sich zu präsentieren und ich bin auch überzeugt, dass sie ihre Sache gut machen werden, schließlich brennen alle auf einen Einsatz.“

Der Matchplan wird wieder ein zentrales Element für einen erfolgreichen Ausgang sein und da erwartet sich der SVM-Coach eine dominante Heimelf. „Altach wird sicherlich das Heft in die Hand nehmen und Druck machen, doch wir wollen aus einer gesicherten Abwehr heraus mit schnellem Umschaltspiel ihnen wehtun, dürfen aber nicht auf das Fußballspielen vergessen. Nur defensiv gut zu stehen ist nämlich zu wenig, das mussten wir zuletzt in Salzburg schmerzlich erfahren, doch wir sind gut drauf und wollen alles für drei Punkte geben.“




Cashpoint SCR Altach - SV Bauwelt Koch Mattersburg
25. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 11.03.2017, 18.30 Uhr – Cashpoint-Arena, Altach
Ref: Mag. Oliver Drachta; Ass: Mag. Andreas Rothmann, Clemens Schüttengruber 4O: Manuel Schüttengruber

(09.03.2017)zurück >