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SVM präsentiert neue sportliche Führung

Bürgermeisterin Ingrid Salamon und SVM-Präsident Martin Pucher begrüßten das neue Trainer-Team Alfred Tatar (links) und Markus Karner (rechts)

Franz Lederer ist der neue Sportliche Leiter des SVM



Am Montag, dem 10. Juni 2013, also am 91. Jahrestag der Gründung, lud der SV BauWelt Koch Mattersburg zur Pressekonferenz in das SVM-Cafe. Vor versammelter Presse erläuterte Präsident Martin Pucher die Pläne zur Zukunft des Verein. Der SVM-Boss sprach dabei folgende Punkte an:


Sportliche Führung

Franz Lederer ist nicht mehr Trainer des SV BauWelt Koch Mattersburg. Das SVM-Urgestein, das mehr als 300 Bundesliga-Spiele die Verantwortung auf der Trainerbank inne hatte, macht Platz für einen neuen Mann. In einer emotionalen Rede dankte Martin Pucher dem längstdienenden Bundesliga-Coach und verlautbarte zugleich, dass er auf seine Erfahrung auf keinen Fall verzichten möchte.

Franz Lederer übernimmt ab der kommenden Saison den Posten des Sportlichen Leiters und unterstützt das neue Trainer-Team, das wie folgt aussieht:

Alfred Tatar (Trainer)

"Wir haben einen Trainer gesucht, der die Liga kennt, denn wir kennen sie nicht, und als ich erfuhr, dass sein Vertrag bei der Vienna ausläuft, habe ich mich um ihn bemüht. Er ist mir schon in den letzten Jahren als akribischen Arbeiter aufgefallen, der klare Ziele für sich formuliert. Ich habe ihn kennen und schätzen gelernt und auch unter schwierigsten Bedingungen hat er immer das Maximum aus seiner Mannschaft herausgeholt", erklärte der SVM-Boss seine Beweggründe.

Markus Karner
(Co-Trainer)

"Er ist ein sehr ambitionierter junger Mann, der schon lange bei uns im Nachwuchsbereich als Trainer arbeitet. Seit eineinhalb Jahren war er auch Co-Trainer bei den Amateuren und lieferte dort eine exzellente Arbeit ab. Außerdem ist es die Philosophie unseres Vereins, diese Leute zu unterstützen und auch zu fördern", lobte Martin Pucher seinen neuen Co-Trainer.


Ivan Smudla und Goce Sedloski sind hingegen nicht mehr im Trainerstab des SVM.

Alfred Tatar zu seinem neuen Job:
"Der Verein hat in der Vergangenheit sehr viel für die Region geleistet und hat eine sehr klare Philosophie, was in Österreich nicht sehr viele andere Klubs haben. Der Verein hatte mit Franz Lederer einen erfahrenen Mann an der Seitenlinie und steht auf einer sehr gesunden Basis, was aus eigenen Erfahrungen nicht selbstverständlich ist. Außerdem haben sie es geschafft mit dem Bau der Akademie einen enormen infrastrukturellen Fortschritt zu machen. Diese drei Komponenten haben für mich den Ausschlag gegeben, dem Wunsch des Präsidenten nachzukommen und gemeinsam mit allen Beteiligten den Verein in den kommenden Jahren wieder dort hinzubringen, wo er hingehört, nämlich in die tipp3-Bundesliga."


Personelle Situation

Auch einem von diversen Medien oft vermuteten Ausverkauf der Spieler schiebt der SVM-Präsident einen Riegel vor, denn "bei allen Spielern, die bei uns einen laufenden Vertrag besitzen, sind die Transferrechte beim Verein, denn die Verträge sind so gestaltet, dass sie auch in unteren Ligen (bei entsprechenden Abschlägen) Gültigkeit haben und selbst auch in der Regionalliga diese nicht verlieren würden."

Einige Spieler, bei denen sich der SVM-Boss natürlich bedanken möchte und ihnen für die Zukunft alles Gute wünscht, werden den Verein dennoch verlassen:

- Alexander Pöllhuber

- Adnan Mravac

- Ilco Naumoski

- Ivica Majstorovic

Vermutlich werden auch noch Christian Gartner und Marvin Potzmann folgen, denn bei beiden Spielern sind die Verträge ausgelaufen, außerdem wurden die Angebote der Verlängerung bisher nicht angenommen, somit plant der SVM mit beiden Spielern eher nicht mehr.

Bei Florin Lovin ist der Verbleib noch unklar, außerdem strebt der SVM eine Vertragsverlängerung mit Publikumsliebling Wilfried Domoraud an, da dies der Wunsch von Neo-Coach Tatar ist.


Saisonanalyse

In seinem Rückblick auf die vegangene Saison gratulierte der Vereinsboss dem SC/ESV Parndorf zunächst zum Aufstieg in die Erste Liga und analysierte dann kurz den bitteren Abstieg. "Auch wenn es sehr knapp war, war mit der 0:1-Niederlage gegen die Admira der Abstieg besiegelt. Ich war mit uns selbst nicht zufrieden, denn wir hatten, nicht nur im Spiel gegen die Admira, genug Chancen, um dies zu vermeiden", analysierte Martin Pucher, der auch noch anmerken wollte, dass "wir auf keinen Fall eine Ausrede suchen wollen, doch die Verletzungsmisere verfolgte uns die ganze Saison."


Wirtschaftliche Zukunft

Nach nur wenigen Tagen wurden die Lehren aus der Saison gezogen und der Blick richtete sich stets nach vorne. Doch der wichtigste Vereinsgrundsatz ging dabei nicht verloren, nämlich die Erhaltung der wirtschaftlich gesunden Basis. Der SVM wird auch in der "Heute für Morgen - Ersten Liga" ein konkurrenzfähiges Budget von ca. 3,5 bis 3,8 Millionen Euro haben, was in dieser Liga nicht selbstverständlich ist.

"Wir haben nun zwar niedrigere Erlöse aus dem Fernsehgeld und den Zuschauereinnahmen, doch unsere verlässlichen Partner aus der Wirtschaft halten uns auch in den kommenden Jahren die Treue und ermöglichen uns dies", wollte sich Pucher in diesem Zusammenhang bei den Sponsoren bedanken, um stellvertretend den Hauptsponsor BauWelt Koch zu würdigen, der dem Verein schon seit 32 Jahren finanziell unterstützt.

Sportliche Zukunft


SVM-Präsident Martin Pucher hat das Ziel für die kommende Saison klar definiert: "Wir wollen uns so schnell wie möglich in der neuen Liga akklimatisieren und vorne mitspielen. Ich fordere auf keinen Fall den sofortigen Wiederaufstieg, denn das haben zwar schon andere Vereine gemacht, doch wo diese jetzt spielen dürfte ja auch allen klar sein." Doch mit einem Lächeln im Gesicht fügte der SVM-Boss an, dass er nicht böse wäre, "sollte es Alfred Tatar mit dem gesamten Team dennoch schaffen."

In Punkto Personal gibt es auch noch einen Nachsatz, nämlich zur Kadersituation. Die wichtigsten Neuzugänge sind alte Bekannte, schließlich kehren im Laufe der nächsten Wochen und Monate mit Nedelko Malic, Lukas Rath, Dominik Doleschal und Manuel Seidl vier wichtige Spieler in den Kader zurück. Martin Pucher betonte dennoch, dass "wir finanziell sicherlich noch in der Lage sind den einen oder anderen Spieler zu holen, dies liegt jedoch im Ermessen von Alfred Tatar."



(10.06.2013)zurück >