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Der SVM trauert um Karl Rosner


Die SV Mattersburg-Familie trauert um einen langjährigen Weggefährten und treuen Freund. Karl „Charly“ Rosner verstarb am 4. Oktober nach langer schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren. Aus diesem Grund ehrte unsere Kampfmannschaft ihren ehrwürdigen und erfolgreichen zweifachen Aufstiegs-Trainer im letzten Meisterschaftsspiel gegen den SK Rapid Wien mit Trauerflor.

Karl Rosner eilte der Ruf des „Schleifers“ voraus, dessen direkte, humorvolle und menschliche Art uns in ewig dankbarer Erinnerung bleiben wird. Er prägte den SV Mattersburg maßgeblich sowohl auf dem Spielfeld, als auch abseits davon. Mit seinem fortschrittlichen und leistungsorientierten Wirken als Cheftrainer führte er uns in der Saison 1999/2000 in die zweite Bundesliga. Für viele Wegbegleiter unvergessen bleiben, werden uns die beiden damaligen Relegationsspiele: 2.000 Fans pilgerten damals zum Hinspiel gegen den FC Lustenau und sicherten sich letztlich im zum Bersten vollen Pappelstadion mit einem fulminanten 5:0-Sieg den Aufstieg in die zweite Liga.

Charly Rosner hat in vielerlei Hinsicht die Erfolgsgeschichte des SV Mattersburg mitgeschrieben und durch jahrelange, kontinuierliche Arbeit das Fundament für den Profi-Fußball im Burgenland gelegt. Besonders aber seine Menschlichkeit werden wir schmerzlich vermissen, denn seine bedingungslose Loyalität und sein hohes Verantwortungsgefühl für seinen Herzensverein haben ihn mehr als alles andere ausgezeichnet!

Er blieb bisher der einzige Trainer, der zweimal die Position des Cheftrainers übernahm und dem es wiederholt gelang einen Aufstieg zu fixieren. Mit ihm erlebten wir auch das „CUP-Doppel„– erstmals in der Geschichte des österreichischen Fußballs und auch für uns das erste Messen mit „den Großen“ – dass, Rapid und Austria ein Pflichtspiel-Doppel außerhalb Wiens austrugen. Das CUP-Los hatte uns Mattersburgern in der 2. Runde ein Heimspiel gegen Horst Hrubeschs‘ Violetten beschert, Nachbar Baumgarten sollte zur selben Zeit gegen die Grün-Weißen aus Hütteldorf antreten. Was lag also näher, als den burgenländischen Fußballfans ein noch nie da gewesenes Cupfest zu servieren – und es sollte auf- und abseits des Spielfeldes ein rauschendes Fest werden. Viele, die damals dabei waren werden sich noch gut erinnern, wie die Mannschaft von Karl Rosner, den scheinbar übermächtigen Gegner bis zur 102. Minute in die Knie zwangen. Im ersten Spiel auf Liga-Niveau gegen eine der stärksten Profimannschaften, die die österreichische Fußball zu bieten hatte, konnte Charly seine Burschen sowohl mental als auch spielerisch bestens auf den starken Gegner einschworen und hat sich damit selbst in unseren Herzen ein Fußball-Denkmal gesetzt.

Lieber Karl, wir verdanken dir unendlich viel, denn du hast es verstanden uns vom Profi-Fußball träumen zu lassen. Du hast das Feuer der Sehnsucht in uns entfacht, und uns Zuversicht geben, dass wir in der höchsten österreichischen Spielklasse auf Augenhöhe mit den besten Mannschaften des Landes bestehen können und du hast den Glauben an uns bis zuletzt nie verloren. Dein Geist wird uns im Pappelstadion weiterhin begleiten, dein unvergessener Schmäh und deine unerschütterliche Lebensfreude bleibt uns in Gedanken erhalten. Als langjähriger Freund und Wegbegleiter werden wir dich auf ewig in unseren grün-weißen Herzen behalten!

Unser Mitgefühl gilt seiner Gattin Renate, seiner Tochter Petra mit Judith. Seine SVM-Familie wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.



(18.10.2018)zurück >